HOPPE AKTUELL

AUF KANONENKUGELN REITEN

03.03.2026 / In Zeiten anhaltender Kriege stellt sich die Frage nach der Erfindung der Wahrheit anders und neu. Kein Wunder also, dass der Saal bis auf den letzten Platz gefüllt war, als Rémi Jaccard mit Thomas Strässle und Felicitas Hoppe nicht nur über den "Lügenbaron" Münchhausen, sondern auch über den schmalen Grat zwischen Fake und Fiktion sprach: Was kann, was soll, was darf die Literatur, in der wir ohne Not auf Kanonenkugeln reiten, Pferde von Kirchtürmen schießen und uns auf Bohnenranken vom Mond abseilen? Wieviel Wahrheit, wieviel Täuschung und wieviel kritisches Potential sind in unserem Repertoire der Erfindungen und Übertreibungen enthalten? Und last but not least: Wieviel Autofiktion ist erlaubt, wenn es darum geht, uns an den eigenen Haaren aus dem Sumpf zu ziehen? Mehr dazu verrät uns der Mitschnitt des Abends.

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Link zur Ausstellung "Phänomen Münchhausen"


Die goldene 50

21.11. 2025 / Die inzwischen legendäre SWR-Bestenliste ist runde 50 geworden und hat das in Stuttgart gebührend gefeiert. Wer mehr darüber erfahren möchte, was der Unterschied zwischen Besten- und Bestsellerlisten ist und was Autorinnen und Autoren über ihre Kritikerinnen und Kritiker denken, ist herzlich eingeladen sich zuzuschalten. 

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Das Hoppebüro wünscht einen lässigen Jahreswechsel und freut sich auf ein Wiedersehen 2026!


Apokalypse 1.47

11.09.2025 / Mission accomplished: Unter großem Applaus hat Felicitas Hoppe ihre "Zürcher Rede" gehalten, in der es nicht nur um grüne Wiesen und rote Kühe, sondern allem voran um schräge Deals und Apokalypsen geht. Und um ein magisches Einsiedlerbeil, das uns über die uralte Kunst des Teilens und Herrschens belehrt. Wer nicht dabei war, liest es hier nach!

Zur Rede (PDF)

Zum Lied "Dr Noah" von Mani Matter (MP4)


HOMER - HÖLDERLIN - HOPPE

06.07.2025 / Sommer, Sonne, Kaktus: Zeit zu reisen oder doch lieber zu bleiben? Felicitas Hoppe spricht mit Michael Köhler über Welt- und Kopfreisen, über ökologische und literarische Fußabdrücke, über die Kunst des Kofferpackens und die Reise als uralte Lebensmetapher. Bon voyage!

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Der Papst ist tot - es lebe der Papst!

28.4.25 / Noch vor wenigen Wochen war Felicitas Hoppe in Rom.
Anlässlich der Beerdigung von Papst Franziskus erinnert sie sich in der WELT an einen Spaziergang vom Bahnhof zum Vatikan, nach Sankt Paul vor den Mauern und von dort aus nach Santa Maria Maggiore.

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Echoräume - Ensemble Ascolta + Felicitas Hoppe am 4.4.2025 in der Philharmonie Luxembourg - Wiederaufnahme

04.04.25 / Carte blanche für behutsame Erzählungen in Wort und Musik. Ohne Ziel und Vorgabe haben sich die Schriftstellerin Anja Kampmann und die Komponistin Elnaz Seyedi in einen Dialog begeben und eine ganz eigene künstlerische Zusammenarbeit etabliert. In ihrer Folge entwickeln Felicitas Hoppe und Iris ter Schiphorst ihre kompositorisch-poetische Doppelbiographie.

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Ausgemustert

26.03.25 / "Thomas Mann? Lieber in Maßen. Felix Krull? Unbedingt! Denn wer dem unerwarteten Schreibvergnügen eines sonst selten gelösten Autors begegnet, wird mit dessen Lieblingskind gleich doppelt belohnt - weil Felix, der Glückliche, das ehrgeizige Lebenswerk seines Meisters sozusagen allsympathisch scherzend umrahmt und damit, bei aller Kunstfertigkeit, nicht nur seinen Schöpfer, sondern auch sein Publikum kurzfristig von den Mühen der Hochkunst befreit. Bereits die fulminante Musterungsszene ist ein Geniestreich im Mannschen Theatrum mundi: " 'Ausgemustert', sagte er, indem er das Wasserglas auf das Tischchen stellte, wo auch sein Handwerkszeug, Meterband, Hörrohr und Hämmerchen lagen. 'Die Kaserne ist keine Heilanstalt.' " 

Soeben neu aufgelegt! Und endlich mit einem Nachwort von Felicitas Hoppe!

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Soeben ist bei S.Fischer erschienen - TROST von Stig Dagerman - mit einer Erwiderung von Felicitas Hoppe

05.02.2025 / Wofür lohnt es sich zu leben? Und was ist es, das unser Leben über seinen reinen Nutzen hinaus erhebt? Weshalb ist es besser, zu sein, als nicht zu sein? 
Der junge Schriftsteller Stig Dagerman schrieb 1951 inmitten einer lähmenden Schreibblockade ein autobiografisches Bekenntnis über den Trost, in dem er seine inneren Dämonen, seine Sucht nach Anerkennung und sein unbändiges Bedürfnis nach Freiheit und Unabhängigkeit hinterfragt. Die Trauer über die Vergänglichkeit allen Lebens, so seine Erkenntnis, kann nur überwunden werden durch die Öffnung zum Augenblick, zum bedingungslosen Erleben. »Trost« ist in seiner radikalen Kürze das tief berührende Testament eines Getriebenen, eines hochbegabten Schriftstellers, dem wenig Zeit blieb, seine Begabung in literarische Werke umzusetzen. Die erschütternde Schönheit seiner kristallklar formulierten Gedanken überwältigt auch heute noch und trifft mitten ins Herz.

Mit einem Nachwort von Felicitas Hoppe

»Sein Schreiben ist geprägt von einem Schrei nach individueller Verantwortung und nach Freiheit.« Siri Hustvedt

https://www.fischerverlage.de/buch/stig-dagerman-trost-9783596711611