HOPPE AKTUELL


Amerika ist auch ein Land der Träumer

"Die Schriftstellerin Felicitas Hoppe hat ein intensives Verhältnis zu den USA. Die Diskussion um Fake News und Wahrheit empfindet sie als Misstrauensvotum an die Literatur." schreibt die AUGSBURGER ALLGEMEINE. Zum Interview unter dem Titel "Amerika ist auch ein Land der Träumer", das geführt wurde, als feststand, dass Joe Biden der nächste Präsident der USA sein wird, geht es hier.

 


THE DAY AFTER - Felicitas Hoppe zur Wahl in den USA

Hören Sie jetzt und hier das Interview, das der Deutschlandfunk (Kultur heute) mit Felicitas Hoppe am Tag nach der Wahl geführt hat.

 


Preisverleihung des Deutschen Literaturfonds 2020 im Max Liebermann Haus Berlin

Am 07.Oktober 2020 erhielt Felicitas Hoppe den Großen Preis des Deutschen Literaturfonds, der zum ersten Mal verliehen wurde.

Den Preis übergab Dr. Günter Winands, Amtschef bei der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien Monika Grütters.

Die Laudatio hielt Dr. Ulrich Kühn, Leiter der Literaturredaktion beim NDR.

Zum Download der Laudatio von Ulrich Kühn.

Zum Download der Danksagung von Felicitas Hoppe.

Zum STREAM der Preisverleihung, abrufbar auf der Internetseite des Deutschen Literaturfonds.

 

 


UNREISEN - Felicitas Hoppe und Indra Wussow im Gespräch

"Aneignung ist ein ziemlich zwielichtiges Wort - die Welt ist nicht notierbar!"

Reisen, Nachreisen, Unreisen – was passiert eigentlich, wenn wir reisen, sei es nach außen oder nach innen? Kommen wir tatsächlich irgendwo an?

Im gemeinsamen Gespräch erkunden die Weltreisenden Felicitas Hoppe und Indra Wussow fremde und vertraute Landschaften, verorten die Sehnsucht nach dem Paradies und die Strapazen, die das sich auf den Weg machen mit sich bringt. Eine so kluge wie erhellende Selbstbefragung über Möglichkeiten und Grenzen kultureller Aneignung, über das Glück der Wanderschaft und, last but not least, über tröstliche Momente des Rückzugs und der Sesshaftigkeit in Zeiten von Corona. Flankiert von Arbeiten des südafrikanischen Künstlers Jaco van Schalkwyk und einer Klanginstallation der südafrikanischen Pianistin und Komponistin Jill Richards.

Ein einzigartiges interdisziplinäres read and sound movie für alle, die nach wie vor unterwegs sind und nicht weniger für jene, die es inzwischen vorziehen, zuhause zu bleiben!

Dieses Buch entstand im Rahmen des Projekts „Transformation & Identität, Trauma & Versöhnung“ der Sylt Foundation und wurde großzügig vom Deutschen Literaturfonds unterstützt, dem unser besonderer Dank gilt. - Erschienen im Wunderhorn Verlag, Heidelberg, Oktober 2020


Neue Züricher Zeitung (NZZ) vom 09.09.2020

Hoppes Züricher Kanzelrede "Ohne Ansehen der Person"

Wir wollen erkannt werden, wie wir sind. Nicht als die, welche die anderen in uns sehen. - Achtung, Einfluss, Prestige: Sind sie Teil einer Person? Oder verbergen sie nur den Menschen dahinter? Vielleicht sollten wir immer auf zehn zählen, bis wir jemandem ins Gesicht sehen. - Link


Felicitas Hoppe erhält 2021 den Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor

Die Schriftstellerin Felicitas Hoppe wird im Jahr 2021 mit dem „Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor“ ausgezeichnet. Der Preis, vergeben von der Stiftung Brückner-Kühner und der Stadt Kassel, ehrt die Autorin für ihren feinen Humor, der als Haltung zur Welt und Quelle der Einbildungskraft ihrem einzigartigen Werk zugrunde liegt. Dies gab Oberbürgermeister Christian Geselle jetzt bekannt und beendete damit die Geheimhaltung der bereits Anfang März getroffenen Wahl.

Der „Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor“, gestiftet von dem Schriftstellerpaar Christine Brückner und Otto Heinrich Kühner, wird seit 1985 jährlich vergeben. Er ist mit 10.000 Euro dotiert und zeichnet Autoren und Autorinnen aus, deren Werk auf hohem künstlerischen Niveau von Humor, Komik und Groteske geprägt ist. Der erste Preisträger war Loriot; nach ihm wurden z.B. Ernst Jandl, Irmtraud Morgner, Herbert Achternbusch oder Sibylle Berg und zuletzt Heinz Strunk ausgezeichnet.

Die Preisverleihung findet, so wie die Corona-Pandemie es zulässt, am 27. Februar 2021 im Kasseler Rathaus statt. Die Laudatio auf Felicitas Hoppe hält der Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Steffen Martus. Die Kasseler Sparkasse unterstützt den Preis großzügig.

Begründung des Stiftungsrates

„Felicitas Hoppes einzigartigem und vielfältigem Oeuvre liegt auf allen Ebenen des Schreibens Humor als Haltung zur Welt und als Quelle literarischer Einbildungskraft zugrunde. Ihre faszinierende poetische Beweglichkeit hat sagen- und märchenhaft verdichtete Geschichten hervorgebracht, die von „Picknick der Friseure“ bis „Prawda“ reichen. Gelehrt und vergnüglich werden dabei viele volkstümliche und hochliterarische Traditionen eingeflochten und fortgesponnen. So wird erzählt und zugleich gewitzt gezeigt, wie Erzählen vor sich geht. Komik ist dabei Mittel zur Distanzierung wie zum Lustgewinn, fein dosiert und doch reichhaltig eingesetzt, ob nun als ironische Metafiktion, als Sprach-, Figuren- oder Situationskomik oder auch bloß als Kalauer. Das Grotesk-Komische und mit ihm Verfremdung und Verrätselung bescheren dem Lesepublikum eine entschleierte und erfrischte Wahrnehmung, ein waches Staunen bei der Erkundung von Fiktionen und Wahrheiten: Der groteske Humor von Felicitas Hoppes Sprachkunst eröffnet auf ausgesprochen zugewandte Weise einen neuen Zugang zur Lebenskunst.“

Quelle: Stiftung Brückner-Kühner (03.09.2020)


Erste Preisträgerin des Großen Preises des Deutschen Literaturfonds

Aus dem Kreis der bisher durch den Deutschen Literaturfonds geförderten Stipendiaten und Stipendiatinnen wählte die Jury, bestehend aus Bettina Fischer, Manuela Reichart und Hans Thill, Felicitas Hoppe als erste Preisträgerin des Großen Preises des Deutschen Literaturfonds. Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert und wird am 7. Oktober in Berlin verliehen.

Die Begründung der Jury:

„Felicitas Hoppe, 1960 geboren, hat seit dem Erzählungsband ‚Picknick der Friseure‘ im Jahr 1996 ein im besten Sinne breit gefächertes Werk vorgelegt: erzählerisch reizvolle Erkundungen zu Fragen der Identität ebenso wie lebendige Geschichten für Kinder oder auch eine Reihe aufschlussreicher Poetik-Vorlesungen. Felicitas Hoppes Romane – von ‚Pigafetta‘ (1999) über ‚Johanna‘ (2006) zu ‚Hoppe‘ (2012) oder ‚Prawda. Eine amerikanische Reise‘ (2018) - bergen stets ein besonderes, nicht zuletzt sprachliches Geheimnis. Im vergangenen Jahr hat sie neben einem ‚Making of‘ zu ihrem letzten Roman ‚Prawda. Eine amerikanische Reise‘ auch ‚Grimms Märchen für die Heldinnen von heute und morgen‘ herausgegeben und ermöglicht auf diese Weise auch eine vertiefende Sicht auf Texte, die sie begleiten und faszinieren.

Weitgereist teilt die Autorin ihren neugierigen Blick, aufgeschlossen begegnet sie der Welt und der Literatur. Felicitas Hoppe stellt Fragen an Sein und Wirklichkeit und lässt uns über den Horizont unserer alltäglichen Wahrnehmung hinausblicken. Ihrer Leserschaft wie auch ihren Zuhörerinnen und Zuhörern gibt sie immer wieder neue Schlüssel zum Verständnis in die Hand, wenn sie so klug wie amüsant über ihre eigenen wie die Werke anderer Auskunft gibt. Ihr Erfindungsreichtum, ihre bildreiche Sprache, ihre Freude am Spiel wurden schon oft gerühmt – so erhielt Felicitas Hoppe den Georg-Büchner-Preis im Jahr 2012.

Aufgrund der Vielfalt ihres Werkes, der wachen Wahrnehmung der Autorin, der funkensprühenden Vielschichtigkeit ihres Schreibens spricht die Jury Felicitas Hoppe den Großen Preis des Deutschen Literaturfonds zu.“

Der Große Preis des Deutschen Literaturfonds

Der Deutsche Literaturfonds, der sich seit 1980 der Förderung deutschsprachiger Gegenwartsliteratur widmet, hat sein 40-jähriges Jubiläum zum Anlass genommen, in diesem Jahr erstmals den mit 50.000 Euro dotierten Großen Preis des Deutschen Literaturfonds zu vergeben. Der Preis geht hervor aus dem zuletzt mit 30.000 Euro dotierten Kranichsteiner Literaturpreis, der zwischen 1983 und 2019 jährlich durch den Deutschen Literaturfonds in Darmstadt verliehen wurde.

Der Vorstand des Deutschen Literaturfonds (Susanne Fischer, Wend Kässens, Dr. Robert Staats) erklärt dazu: „Der Große Preis des Deutschen Literaturfonds gehört zu den höchstdotierten Literaturpreisen. Er ist aber viel mehr: Signal für die umfassende Förderung der anspruchsvollen deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Überregional, marktunabhängig und jenseits politischer Vorgaben.“

Quelle: Deutscher Literaturfonds (29.07.2020)

 


ARD RADIOFESTIVAL

Felicitas Hoppe befragt von Ulrich Kühn. Sie habe nie klarer gesehen als jetzt während der Corona-Krise, sagt Felicitas Hoppe. Die Autorin hat eine Erzählung über das Reisen verfasst - für die Lesung im ARD Radiofestival.

 


Felicitas Hoppe - Prawda

Im Westen endlich was Neues: die Wahrheit über Amerika

Büchner-Preisträgerin Felicitas Hoppe auf Expedition in einem unbekannten Amerika: Zehntausend so komische wie hochpoetische Meilen reist Hoppe von Boston über San Francisco bis Los Angeles und zurück nach New York. Hellwach und hellsichtig begibt sie sich als literarischer Wirbelsturm auf die Spuren von Ilf und Petrow, zweier russischer Schriftsteller, die 80 Jahre vor ihr unterwegs waren und zu Kultfiguren wurden. Ob Hoppe mit ihnen die Ford-Werke und den ersten elektrischen Stuhl besichtigt, nebenbei den Zaun von Tom Sawyer streicht, in einem Tornado verschwindet oder im Auge des Sturms auf Quentin Tarantino persönlich trifft – »Prawda« (russisch: Wahrheit) lässt die Leser Dinge sehen, wie sie über das unglaublichste Land der Erde noch nie geschrieben wurden: eine literarische Weltentdeckung.

Aktuelles Buch

Felicitas Hoppe
Prawda

gebunden
S. FISCHER

 

Pressestimmen

»Absolut zauberhafter, romantisch-deutsch-amerikanisch-russischer Roadtrip (...) Hoppe ist sprachlich phantastisch witzig und sie überhöht poetisch. Also alles das, was ich mir von einem Roman erwünsche, erhoffe, erflehe, ersehne...«

Thea Dorn, ZDF/Literarisches Quartett, 02.03.2018

THE MAKING OF PRAWDA

DIE WAHRHEIT DER KUNST IN ZEITEN DES LÜGENS

Felicitas Hoppe, März 2019

Mitte der dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts unternimmt das berühmte sowjetische Schriftstellerduo, Ilja Ilf und Jewgeni Petrow, im Auftrag der Tageszeitung PRAWDA („Die Wahrheit“) eine legendäre Reise durch die Vereinigten Staaten von Amerika: In einem mausgrauen Ford durchqueren die beiden, auf der Suche nach dem vermeintlichen Klassenfeind, das viel beschworenen Traumland zwischen den Ozeanen und kommen nach 10 000 Meilen von Ost nach West und wieder zurück in ihrem faszinierenden Reiseroman (Das eingeschossige Amerika) zu dem bündigen Fazit: „Wenn Amerika sowjetisch wäre, wäre es das Paradies.“ 80 Jahre später machen sich Die furchtlosen Vier, die Schriftstellerin Felicitas Hoppe, die bildenden Künstler*innen Jana Müller und Alexej Meschtschanow und die Wahlamerikanerin und Kulturwissenschaftlerin Ulrike Rainer auf eine Spurensuche, die exakt der Route des Duos folgt und dokumentieren ihre Nachreise simultan in Bildern, Texten und Tönen unter www.3668ilfpetrow.com. Jetzt präsentieren sie mit ihrem Making Of im Echtprint ein nicht weniger faszinierendes Gesamtkunstwerk. Neben Auszügen aus Hoppes Roman Prawda. Eine amerikanische Reise (2018) und einem höchst erhellenden Künstlergespräch, das das gedankliche Zentrum des Buches bildet, hebt es vor allem den großen Schatz starker Bilder, die auf dieser Reise entstanden sind. Das Ergebnis ist ein konzeptionelles Druckwerk, das an die Herangehensweisen Aby Warburgs erinnert: Der Reisebericht in Bild und Wort verbindet experimentelle Fotografien, Zitate, historische Dokumente, Fundstücke, Gästelisten und Registereinträge zu einer so lebendigen wie schillernden Kartografie. Ob der in Las Vegas fotografierte Trump Tower, die deprimierenden Teppichornamente in trüben Motels oder die karge Landschaft an der Grenze zu Mexiko: Im Abgleich mit den Reiseerfahrungen von Ilf und Petrow verweisen die subjektiven Aufnahmen und Texte in The Making of Prawda auf eine gesellschaftliche Aktualität und einmal mehr darauf hin, dass sich Geschichten und Mythen in Metamorphosen fortschreiben und dabei, im altbekannten Zwielicht zwischen Lüge und Wahrheit, überraschend neu an Bedeutung gewinnen.

THE MAKING OF PRAWDA, Distanz Verlag Berlin 2019 / Herausgeber: Felicitas Hoppe, Alexej Meschtschanow, Jana Müller, Ulrike Rainer